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Die Lerninhalte im inklusiven Mathematikunterricht unterscheiden sich nicht grundsätzlich von einem Mathematikunterricht, der nicht inklusiv ausgerichtet ist. Denn auch hier steht der Erwerb von Fachkompetenzen sowohl auf der inhaltlichen als auch auf der prozessorientierten Ebene im Vordergrund.
 
Dies gilt für alle Kinder, auch für die Kinder, die besondere Unterstützung beim Lernen von Mathematik benötigen. Denn Kinder mit Lernschwierigkeiten im Bereich Mathematik lernen nicht anders. Ihr Lernverhalten unterscheidet sich nicht qualitativ von dem ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler und es gibt bisher keine Hinweise für die Notwendigkeit einer speziellen Didaktik (vgl. Lütje-Klose & Miller, 2015; Heinrich, Urban & Werning 2013). Daher gelten die Kriterien guten Mathematikunterrichts auch im inklusiven Unterricht!

Gleichwohl werden besondere Zugänge im inklusiven Unterricht benötigt, die gezielte Unterstützungsmaßnahmen auf unterschiedlichen Niveaustufen beinhalten (vgl. Wember, 2013). Denn die bedeutsamen mathematischen Inhalte müssen vielschichtig in den Blick genommen werden.

Folglich sind die bereits vorhandenen Ansätze zur Differenzierung im Mathematikunterricht Ausgangspunkt für die Gestaltung inklusiver Settings und zugleich Anlass zur Anpassung und Erweiterung.

Die Themen und Unterrichtsideen, die im Folgenden aufgegriffen und für den Einsatz im inklusiven Mathematikunterricht aufbereitet werden, sind orientiert am Lehrplan Mathematik für Grundschulen des Landes NRW und den Bildungsstandards.
 
Die Beispiele sollen verdeutlichen, wie eine Umsetzung in der Praxis und eine Übertragung auf weitere Inhalte konkret erfolgen kann.
 
Als zentrale Lerninhalte werden zum einen Themen aus dem Bereich „Zahlen und Operationen“ ausgewählt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Inhaltsbereich „Größen und Messen“. Hier wird der Fokus beispielhaft auf den Umgang mit Geld gesetzt.
Gleichzeitig geht es in einem weiteren Modul um übergreifende Aspekte der Unterrichtsplanung:

 

Jede Unterseite zu den behandelten Themenbereichen ist in Einstieg, Unterricht, Hintergrund und Material gegliedert.
  • Einstieg:

    Der Einstieg soll bei Ihnen erste eigene Überlegungen zur Thematik und möglichen Handlungsstrategien anregen und bietet einen ersten Zugang zum Inhaltsbereich mittels Video- oder Schülerdokumenten oder in Form von offenen Fragestellungen.

  • Unterricht: 

    Im Teilmodul Unterricht werden anhand ausgewählter Anschauungsmittel und Aufgaben einige der im Hintergrund (s.u.) aufgeführten Beispiele umfassender ausgeführt und mögliche Realisierungen im Klassenverband aufgezeigt. 
    Vorgestellt werden zwei Planungsformate:

    1) Aufgabenstellungen: kompakt
    In einer Übersicht werden exemplarisch mögliche Adaptionen der Aufgabe (Teilaufgaben sowie mögliche Reduzierungen und Erweiterungen der Anforderungen) erkundet.
    Zusätzlich werden konkrete Ideen zu individuellen Unterstützungsmaßnahmen für Kinder mit besonderen Förderbedarfen dargestellt. Diese Maßnahmen sollten in der Praxis immer in Zusammenarbeit mit der sonderpädagogischen Lehrkraft individuell auf das Kind abgestimmt werden.  

    2) Unterrichtssequenzen: ausführlich
    In einer ausführlicheren Beschreibung einzelner Unterrichtsequenzen wird zudem beispielhaft dargestellt, wie im Klassenverband gemeinsame Lerngelegenheiten und die aktive Auseinandersetzung mit dem Lerngegenstand ermöglicht werden können.

  • Hintergrund: 

    Der Hintergrund zeigt die grundlegende Bedeutung eines Inhaltsbereiches sowie elementare Lernziele auf. Durch die Analyse der Sachstruktur wird die inhaltliche Bandbreite des jeweiligen Themenbereiches ausführlich dargestellt und erläutert. 

  • Material: 

    Hier finden sich Hinweise und Materialien zur Durchführung der dargestellten Unterrichtssequenzen und Aufgabenstellungen.