Leitideen

Unter der Rubrik Leitideen sind vier inhaltsübergreifende Aspekte zu finden: "Aufgaben adaptieren", "Diagnosegeleitet fördern", "Effektiv üben" sowie "Gemeinsamen Austausch anregen".

Inklusiver Mathematikunterricht stellt für Lehrpersonen insbesondere dann eine Herausforderung dar, wenn sie keine weitere hinreichende personelle Unterstützung erhalten. Verglichen mit einem zeitgemäßen Mathematikunterricht ist aber das Unterrichten in einer inklusiven Lerngruppe nicht grundlegend anders und bedarf keiner speziellen Didaktik.

Auch hierbei sollten die Kriterien guten Mathematikunterrichts berücksichtigt werden, sind aber den spezifischen Rahmenbedingungen anzupassen. So können bewährte Unterrichtsideen als Ausgangslage genutzt und durch weiterreichende Differenzierungs- und Unterstützungsmaßnahmen ergänzt werden.

Die Rubrik „Leitideen“ gliedert sich in vier übergeordnete Leitthemen inklusiven Unterrichts. Anhand von Schülerdokumenten werden diese auf den jeweiligen Unterseiten näher erläutert, wobei explizit auf ihren Nutzen in Zusammenhang mit inklusiven Lerngruppen eingegangen wird. Die gewählten Beispiele sind exemplarisch und können auf unterschiedliche Unterrichtsreihen übertragen werden.

 

Aufgaben adaptieren

Guter Mathematikunterricht zeichnet sich dadurch aus, Schülerinnen und Schüler jeden Leistungsniveaus gleichermaßen zu fordern sowie ein Lernen am „gemeinsamen Gegenstand“ zu ermöglichen. Um dies zu erreichen, sind laut Lehrplan „ergiebige Aufgaben“ erforderlich (vgl. MSW, 2008). Durch Adaption dieser Aufgaben an unterschiedlichste Lernvoraussetzungen, kann eine individuelle Förderung und zugleich ein gemeinsamer Austausch initiiert werden.

 

Diagnosegeleitet fördern

Um den Schülerinnen und Schülern einen erfolgreichen Lernprozess zu ermöglichen, bedarf es nicht nur der Auswahl entsprechender Aufgaben. Grundlage für eine individuelle Förderung und damit verbundene erfolgreiche Lernprozesse, ist die Diagnose von spezifischen Kompetenzen und Defiziten der Lernenden.

 

Effektiv üben

Eine weitere zentrale Leitidee guten Mathematikunterrichts ist das „effektive Üben“, welches bei den Schülerinnen und Schülern die Einsicht in Gesetzmäßigkeiten und Beziehungen fördern kann. Dazu sollten die Übungen möglichst problemorientiert, operativ und anwendungsbezogen anlegt sein (vgl. MSW, 2008). Automatisierendes Üben sollte nicht zu früh erfolgen.

 

Gemeinsamen Austausch anregen

Wo immer es möglich ist, sollten Lehrpersonen die Bedingungen dafür schaffen, dass sich alle Schülerinnen und Schüler mit ihren jeweiligen Lernmöglichkeiten an Prozessen des Gemeinsamen Lernens beteiligen können. Um dies zu erreichen, ist es sinnvoll Unterrichtsvorhaben so zu arrangieren, dass die Lernenden die Gelegenheit erhalten, sich über gemeinsame Inhalte und übergeordnete Problemstellungen auszutauschen.

 


Jede Unterseite der oben aufgeführten Themenbereiche ist in Einstieg, Hintergrund, Unterricht und Material gegliedert:
  • Einstieg: 
    Die jeweilige Thematik wird unter einer problemorientierten Perspektive aufgegriffen, um einen ersten Zugang zum Inhaltsbereich mittels Videos,  Schülerdokumenten oder in Form von offenen Fragestellungen zu ermöglichen.
     
  • Hintergrund:
    Es folgt eine kurz gefasste Darstellung der Theorie des jeweiligen Themenbereichs, die an unterrichtsnahen Beispielen für den inklusiven Mathematikunterricht näher erläutert wird.
     
  • Unterricht:
    Im dritten Schritt werden beispielhaft konkrete Umsetzungsmöglichkeiten gegeben. Es werden dabei insbesondere Realisierungsmöglichkeiten für die Unterstützung von Kindern mit besonderen Bedarfen konkretisiert und exemplarisch entwickelt.
     
  • Material:
    Hinweise und Materialien zur Durchführung der zuvor dargestellten Unterrichtsreihen und weiterer Umsetzungsbeispiele erfolgen schließlich bei den Schüler,- Lehrer- und Informationsmaterialien in Form von Hinweisen auf Literatur, Links, Arbeitsblätter, ….