Abbildung 1: Übersicht_Aufgabenstellung kompakt "Subtraktionsaufgaben"

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Basisaufgabe und Vertiefung

Reduktion

Erweiterung

Möglichkeiten individueller Unterstützung


Basisaufgabe

"Wie rechnen die Kinder?"

Material: Karten mit verschiedenen Darstellungen einer Subtraktionsaufgabe am Rechenstrich, Heft, Stift

Der Schwerpunkt der Aufgabenstellung liegt auf dem Erkunden und Deuten von Operationsdarstellungen am Rechenstrich sowie auf dem flexiblen Übersetzen zwischen verschiedenen Operationsdarstellungen (vgl. hierzu Hintergrund / Darstellungswechsel link noch einfügen).

Die Kinder erhalten Aufgabenkarten mit Darstellungen von möglichen Rechenwegen einer Subtraktionsaufgabe am Rechenstrich (beispielsweise 396 - 89).

Beispiele für Aufgabenkarten:

Abbildung 2

Die Aufgabenstellung lautet:

„Wie rechnet Tom (Leyla, Yusuf, Jan, …)? Schreibe die Rechenschritte auf.“

Die Kinder notieren die zugehörige Subtraktionsaufgabe und dokumentieren ausführlich die verschiedenen Rechenschritte („Übersetzen“ einer anschaulichen Operationsdarstellung am Rechenstrich in eine schriftlich-symbolische Operationsdarstellung).

Abbildung 3

 

Wichtig: 

Die Strategie „Hunderter, Zehner und Einer extra“ ist am Rechenstrich nicht darstellbar.

Werden auch die Karten mit der Strategie „Ergänzen“ eingesetzt, sollten sich die Kinder bereits im Vorfeld mit dieser Strategie auseinandergesetzt haben.


Vertiefung

Beschreiben der Rechenwege

Material: Karten mit verschiedenen Darstellungen von Subtraktionsaufgaben am Rechenstrich, Karten mit in Teilen vorgegebenen Beschreibungen; Stift

Eine Möglichkeit, Rechenwege beschreiben zu lassen, bietet sich nach der Bearbeitung der Basisaufgabe.

Die Kinder notieren eigene Beschreibungen zu den Rechenwegen bzw. ergänzen in Teilen vorgegebene Beschreibungen

(„Übersetzen“ einer anschaulichen bzw. schriftlich-symbolischen Operationsdarstellung in eine verbal-symbolische).

Wichtig:

Das Beschreiben von Rechenwegen sollte im Vorfeld thematisiert und geübt werden. Eine Hilfe kann hierbei das Anlegen eines Wortspeichers und das Aufgreifen bzw. Aufzeigen von Sprachmustern sein (vgl. „Möglichkeiten individueller Unterstützung“).

Aufgabenstellung:

„Wie rechnet Tom? Beschreibe!“

Abbildung 4

Vertiefung

Sortieren und Zuordnen von Operationsdarstellungen

Material: Sortiertafel / Karten mit verschiedenen Operationsdarstellungen (Subtraktionsaufgaben)

Vertiefend können die Kinder angeregt werden, Operationsdarstellungen zur Subtraktion zu sortieren und einander zuzuordnen. Die Kinder erhalten neben Karten mit Darstellungen von Subtraktionsaufgaben am Rechenstrich noch weitere Darstellungen von Subtraktionsaufgaben (z. B.: schriftlich-symbolische und verbal-symbolische) sowie eine Sortiertafel.

Abbildung 5

Reduktion

Fokussieren auf Aufgaben aus dem Zahlenraum bis 100

Material: Karten mit verschiedenen Darstellungen von Subtraktionsaufgaben am Rechenstrich, Heft, Stift

Eine Reduktion der Komplexität der Basisaufgabe sowie der vertiefenden Aufgabenstellungen kann (unter anderem) durch die Beschränkung auf Aufgaben aus dem Zahlenraum bis 100 ermöglicht werden.

Beispiel:

Die Kinder erhalten Aufgabenkarten mit verschiedenen Darstellungen einer Subtraktionsaufgabe am Rechenstrich (beispielsweise 96 - 89). Die Aufgabe sollte in einem Zusammenhang mit der für die Basisaufgabe gewählten Subtraktionsaufgabe stehen:

Abbildung 6

Analog zur vertiefenden Aufgabenstellung „Sortieren und Zuordnen von Operationsdarstellungen“ sortieren die Kinder Aufgabenkarten mit verschiedenen Operationsdarstellungen aus dem Zahlenraum bis 100:

Abbildung 7

Reduktion

Fokussieren auf einen Rechenschritt

Material: Karten mit verschiedenen Darstellungen von Subtraktionsaufgaben am Rechenstrich, "Lupe", Heft, Stift

Durch Abdecken eines Teiles des Rechenstriches kann der Fokus auf einen Rechenschritt gelenkt werden. Die Kinder notieren nur die „sichtbare“ Subtraktionsaufgabe.

Aufgabenstellung:

„Schreibe eine passende Minusaufgabe.“

Abbildung 8

Reduktion

Zuordnen von Beschreibungen

Material: Karten mit verschiedenen Darstellungen von Subtraktionsaufgaben am Rechenstrich, Karten mit vorgegebenen Beschreibungen

Alternativ zur Bearbeitung der vertiefenden Aufgabenstellung „Beschreiben und Dokumentieren der Rechenwege“  ordnen die Kinder vorgegebene Aufgabenbeschreibungen den Darstellungen auf dem AB zu.

(„Übersetzen“ einer anschaulichen bzw. schriftlich-symbolischen Operationsdarstellung in eine verbal-symbolische).

Auch hierbei ist wichtig, dass die Kinder sich bereits im Vorfeld mit Möglichkeiten der Beschreibung auseinandergesetzt haben (vgl. hierzu „Möglichkeiten individueller Unterstützung" - Sprachmuster verwenden und einen Wortspeicher anlegen).

Aufgabenstellung:

"Welche Beschreibung passt?"

Abbildung 9

Alternative Beschreibungen:

Abbildung 10

Reduktion

Sortieren und Zuordnen ausgewählter Operationsdarstellungen

Material: Sortiertafel, Karten mit verschiedenen Operationsdarstellungen (Subtraktionsaufgaben)

Während bei der vertiefenden Aufgabenstellung „Sortieren und Zuordnen von Operationsdarstellungen “ zugleich mehrere verschiedene Operationsdarstellungen einander zugeordnet werden, liegt der Schwerpunkt im Bereich der Reduktion auf der Zuordnung von jeweils zwei (ausgewählten) Operationsdarstellungen.

Die Auswahl der vorgegebenen Darstellungen ist abhängig von den individuellen Zielsetzungen sowie den jeweiligen Lernvoraussetzungen der einzelnen Kinder.

Beispiel 1:

Zuordnung von Darstellungen am Rechenstrich und schriftlich-symbolischen Notationen von Rechenwegen.

Abbildung 11

Beispiel 2:

Zuordnung von Darstellungen am Rechenstrich und Beschreibungen von Rechenwegen (verbal-symbolisch).

Abbildung 12
 

Erweiterung

Erweitern des Zahlenraumes

Material: Karten mit verschiedenen Darstellungen von Subtraktionsaufgaben am Rechenstrich, Heft, Stift

Die vorgegebenen Subtraktionsaufgaben beschränken sich nicht nur auf den Zahlenraum bis 1000, sondern gehen auch darüber hinaus:

Dabei stehen die Aufgaben in einem Zusammenhang mit den gegebenen Subtraktionsaufgaben aus dem Zahlraum bis 1000.

Abbildung 13

Analog zur Basisaufgabe notieren die Kinder die Rechenschritte.

Aufgabenstellung:

„Wie rechnet Till (Leandro, Maren, ...)? Schreibe die Rechenschritte auf.“

Mögliche Notation:

Abbildung 14

Erweiterung

Rechenstreiche deuten - verschiedene Minusaufgaben notieren

Material: Karten mit verschiedenen Darstellungen von Subtraktionsaufgaben am Rechenstrich, Heft, Stift

Die Kinder erhalten verschiedene Darstellungen von Aufgaben am Rechenstrich. Fehlende Zahlen am Rechenstrich (bzw. an den Bögen) sollen ergänzt, die zugehörigen Subtraktionsaufgaben und die einzelnen Rechenschritte notiert werden.

Einige der Rechenstriche sind mehrdeutig interpretierbar und passen zu verschiedenen Aufgaben. Der Zahlraum, in dem sich die Kinder bewegen, ist freigstellt. D. h. unterschiedliche Lösungen sind möglich und erwünscht.

Abbildung 15

Erweiterung

Zahlenrätsel

Material: Karten mit verschiedenen Zahlenrätseln, Heft, Stift

Ausgehend von einem „Zahlenrätsel“ (Beschreibung eines Rechenweges), bei dem die Startzahl ermittelt werden soll, zeichnen die Kinder einen Rechenstrich, beschriften diesen und  notieren die zugehörige Subtraktionsaufgabe.

Gerechnet wird die Umkehraufgabe - ausgehend vom Ergebnis der Aufgabe muss addiert werden.

Mögliche Zahlenrätsel:

Abbildung 16

Im Anschluss können die Kinder zusätzlich angeregt werden, eigene Zahlenrätsel zu erfinden.


Möglichkeiten individueller Unterstützung

Fokussieren: Immer nur eine Aufgabe

Um die Fokussierung und Konzentration auf eine Aufgabe zu erleichtern, erhalten die Kinder Arbeitsblätter oder Arbeitskarten, auf denen jeweils nur eine Aufgabe abgebildet ist. Zusätzlich kann diese auch noch vergrößert dargestellt werden.


Möglichkeiten Individueller Unterstützung

FOKUSSIEREN DER EINZELNEN RECHENSCHRITTE: EINE "LUPE" NUTZEN

Fokussieren der einzelnen Rechenschritte: eine "Lupe" nutzen

Die Kinder arbeiten mit einer Folie („Lupe“) , durch die immer ein Rechenschritt in den Blick genommen wird.

Nach der Notation des ersten Rechenschrittes wird die Folie verschoben und der zweite Rechenschritt fokussiert und notiert.

Fokussieren des ersten Rechenschrittes.

Fokussieren des zweiten Rechenschrittes.

Abbildung 17

Möglichkeiten individueller Unterstützung

Beschreiben: Sprachmuster verwenden und einen Wortspeicher anlegen

Das Beschreiben der Rechenwege kann durch die das Anlegen eines Wortspeichers und  die Vorgabe von Sprachmustern und Satzbausteinen unterstützt werden (vgl. hierzu auch Förderschwerpunkt Sprache - Unterricht - noch link setzen).

Zentrale Fachwörter / Möglicher Wortspeicher:

  • Rechenweg
  • Rechenschritt
  • Schrittweise
  • Hunderter, Zehner, Einer extra
  • Hilfsaufgabe
  • Addition
  • Subtraktion
  • Differenz
  • Zehner
  • Einer
  • Rechenstrich
  • Bogen
  • Startzahl
  • Ergebnis
  • addieren
  • subtrahieren
  • abziehen
  • zurückgehen
  • ergänzen
  • vorgehen
  • links (zurück)
  • rechts (vor)
  • zerlegen

Mögliche Sprachmuster / Satzbausteine:

  • Ich rechne schrittweise ...
  • Ich rechne eine Hilfsaufgabe ...
  • Ich ergänze ...
  • Ich starte bei / mit ...
  • Ich ziehe ... ab.
  • Ich addiere ... 

Möglichkeiten individueller Unterstützung

Markieren der Startzahl und Vorgabe von Richtungspfeilen

Eine Möglichkeit, insbesondere Kindern mit Wahrnehmungsschwierigkeiten die Orientierung am Rechenstrich zu erleichtern, besteht in der Markierung der Startzahl sowie im Einfügen von Richtungspfeilen.

Abbildung 18

Analog zur Basisaufgabe und zu den vertiefenden Aufgabenstellungen erhalten die Kinder Arbeitsblätter bzw. Karten mit Operationsdarstellungen am Rechenstrich, bei denen die Startzahl markiert ist und die „Leserichtung“ der Bögen durch eingezeichnete Pfeile vorgegeben ist.

Wichtig ist auch in diesem Zusammenhang, dass im Vorfeld die Bedeutung der markierten Zahlen und der Richtungspfeile geklärt wird.