Die Übersicht zeigt die Basisaufgabe und Möglichkeiten der Erweiterung, Reduktion und Möglichkeiten der individuellen Unterstützung. „Basisaufgabe: „Wer würfelt den höchsten Pasch?“ Beschreiben der Würfe. Dokumentation der Würfe. Sortieren und zuordnen verschiedener Darstellungen (multiplikativ). Übersetzen von Darstellungsformen der Multiplikation. Reduktion: Einsetzen von Sonderwürfeln. Vereinfachen der Spielregeln. Sortieren und Nachlegen von Würfeln. Zuordnen ausgewählter Darstellungen. Erweiterung: Einsetzen von Sonderwürfeln. Den Schwerpunkt legen auf symbolische Notationsformen. Die Anzahl der Würfe ermitteln. Zuordnen ausgewählter Darstellungen. Möglichkeiten individueller Unterstützung: Beim Würfeln einen Würfelbecher und eine Filzunterlage verwenden. Zur Dokumentation der Würfe einen vergrößerten Notationszettel und Stempel verwenden. Statt Würfel einen Zufallsgenerator (z.B. Computer) einsetzen. Zur Beschreibung Sprachmuster verwenden und einen Wortspeicher anlegen.“
Abbildung 1: Übersicht_Aufgabenstellung kompakt "Pasch würfeln"

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Basisaufgabe

„Wer würfelt den höchsten Pasch?“

Material: Spielplan / 5 Würfel pro Spielgruppe

Die Kinder spielen zu zweit ein Würfelspiel. Das Ziel des Spieles ist es, immer möglichst viele Würfel mit der gleichen „Punktzahl“ zu sammeln.

Spielregel:

Die Spieler sind abwechselnd an der Reihe. In jeder Runde dürfen sie bis zu dreimal würfeln.

Beim ersten Wurf werden immer alle 5 Würfel genutzt.

Beim 2. und 3. Versuch darf der Spieler entscheiden, mit welchen und mit wie vielen Würfeln er oder sie würfeln möchte. Das Ziel ist hier, das Würfelergebnis zu verbessern:

Die Würfel, die er behalten möchte, lässt der Spieler vor sich liegen. Dann würfelt er ein zweites Mal, legt nach dem Wurf die Würfel, die er nun behalten möchte, zu den Würfeln, die er bereits aus dem ersten Wurf behalten hat. Anschließend darf er noch einmal würfeln.

  • Es reicht auch ein Wurf (d. h., man darf auf den zweiten und dritten Wurf verzichten).
  • Hat man keine Würfel, die man behalten möchte, darf man auch dreimal hintereinander mit allen Würfeln würfeln.
  • Spätestens nach dem dritten Wurf muss der Spieler sein Wurfergebnis (d.h. die Summe der Würfelpunkte von Würfeln mit gleicher Punktzahl) in das entsprechende Kästchen eintragen. Kann der Wurf nicht eingetragen werden, weil er keine der noch ausstehenden Möglichkeiten erfüllt, muss ein beliebiges Kästchen gestrichen werden bzw. muss an einer Stelle auf dem Spielplan eine „Null“ eingetragen werden.
Bildliche Darstellung der Basisaufgabe „Wer würfelt den höchsten Pasch?“ „Erster Wurf“, darunter 3 Karten. Linke Karte: „Gewürfelt wird mit allen 5 Würfeln.“ Darunter Bild eines Bechers und 5 Würfeln mit unterschiedlichen Augenzahlen. Mittige Karte: „Anschließend wird sortiert. Die Würfel, die du behalten möchtest, legst du an die Seite.“ Darunter gelbes Feld, auf dem 2 Würfel mit Augenzahl abgelegt sind. Links unten die restlichen Würfel. Rechte Karte: „Die restlichen Würfel kommen wieder in den Becher.“ Darunter die restlichen Würfel und ein Becher.
Abbildung 2A

 

„Zweiter Wurf“, darunter 3 Karten. Linke Karte: „Gewürfelt wird mit den restlichen Würfeln.“ Darunter gelbes Feld mit 2 2er-Würfeln. Links unten Becher mit restlichen Würfeln (unterschiedliche Augenzahlen). Mittige Karte: „Anschließend wird erneut sortiert. Die Würfel, die du behalten möchtest, legst du wieder an die Seite.“ Darunter gelbes Feld, auf dem ein zusätzlicher 2er-Würfel abgelegt wird. Links unten die 2 restlichen Würfel. Rechte Karte: „Die übrigen Würfel kommen wieder in den Becher.“ Darunter die restlichen Würfel und ein Becher.
Abbildung 2B

 

„Dritter Wurf“, darunter 3 Karten. Linke Karte: „Gewürfelt wird mit den restlichen Würfeln.“ Darunter gelbes Feld mit den 3 2er-Würfeln. Links unten Becher mit restlichen Würfeln. Mittige Karte: „Wieder wird sortiert. Passende Würfel werden auf dem Feld abgelegt.“ Darunter gelbes Feld, auf dem ein zusätzlicher 2er-Würfel abgelegt wird. Links unten der letzte Würfel. Rechte Karte: „Die Würde werden dokumentiert:“, darunter Tabelle.
Abbildung 2C

Variationsmöglichkeiten: 

Es ist auch möglich, jedes Kind für sich allein (nach den Regeln) würfeln zu lassen und hinterher die Ergebnisse aller Kinder aus der Klasse miteinander zu vergleichen. Auch in größeren Gruppen (zu dritt, zu viert, ...) können die Kinder spielen.

Durch die Spielehandlung wird die Vorstellung von Multiplikation als zeitlich-sukzessive Handlung angesprochen.
Zugleich wird der Zusammenhang zur schrittweisen Addition sichtbar. Die abschließende Anordnung der Würfel in einer Reihe (als „Endprodukt“ der Wurfhandlung) repräsentiert dann eine räumlich-simultane (Grund-) Vorstellung der Multiplikation. Hierdurch wird deutlich, dass beide (Grund-) Vorstellungen der Multiplikation eng miteinander verknüpft sind.


Vertiefung

Beschreiben der Würfe

Material: Spielplan / 5 Würfel pro Spielgruppe

Die Kinder werden angeregt, nach jedem Wurf bzw. am Ende einer Wurfhandlung (d.h. nach maximal 3 Würfen) die Würfe zu beschreiben, die gezählt werden. Zum Beispiel:

1. Wurf: „Ich habe 2 mal eine 2 gewürfelt.“

2. Wurf: „Ich habe noch einmal eine 2 gewürfelt.“

3. Wurf: „Ich habe zum Schluss noch einmal eine 2 gewürfelt.“

„Ich habe insgesamt 4 mal eine 2 gewürfelt.“

Auch das Nennen des Endergebnisses kann angeregt werden: „Insgesamt habe ich 8 Punkte.“

Die Anforderung, die Wurfhandlung und die Würfelbilder zu beschreiben und zu benennen, fokussiert die Aufmerksamkeit der Kinder einerseits auf die Wurfhandlung und stellt andererseits auch eine „Übersetzungsleistung“ dar: Handlung mit Material → Sprache (vgl. hierzu Hintergrund "Operationen verstehen").

Variationsmöglichkeit: Die Kinder können aufgefordert werden, die Würfe des Partnerkindes zu beschreiben (und zu dokumentieren).


Vertiefung

Dokumentieren der Würfe

Material: Spielplan / 5 Würfel pro Spielgruppe / AB für die Dokumentation

Neben der Notation der Gesamtzahl der gewürfelten Punkte kann – jeweils nach einem Spieldurchgang - zusätzlich eine ausführlichere Form der Dokumentation angeregt werden (vgl. hierzu auch die Möglichkeiten individueller Unterstützung bei der Dokumentation von Mustern s. u.). Hierdurch werden von den Kindern weitere Darstellungswechsel eingefordert. 

Möglichkeit 1: Die Kinder zeichnen die Würfelbilder und notieren die Gesamtzahl der Würfelaugen.

Leere Tabelle mit 2 Spalten. Schülerlösung: Linke Spalte: Zeichnung der Würfelbilder. Rechte Spalte: Gesamtzahl der Würfelaugen.
Abbildung 3

Möglichkeit 2: Die Kinder malen - entsprechend der Anzahl der Würfe - die Würfelbilder an und notieren die Gesamtzahl der Würfelaugen.

Tabelle. Linke Spalte: In jeder Zeile sind jeweils 5 Würfel mit gleicher Augenzahlt abgedruckt. Schülerlösung: die Anzahl der geworfenen Würfel ist rot eingefärbt. Rechte Spalte: Gesamtzahl der Würfelaugen.
Abbildung 4

Möglichkeit 3: Die Kinder vervollständigen die Verbalisierungen und tragen jeweils die Anzahl der Würfe ein.

Vorgegebene Sätze mit Lücken: „Ich habe _ mal eine (jeweiliges Würfelbild) gewürfelt.“ Schülerlösung: Anzahl der geworfenen Würfel ist eingetragen.
Abbildung 5

Möglichkeit 4: Die Würfelseiten werden als Einer, Zweier, Dreier etc. bezeichnet. Die Kinder tragen ein, wie oft sie entsprechend gewürfelt haben.

Vorgegebene Wortbausteine: „_ Einer“,  „_ Zweier“, „_ Dreier“, „_ Vierer“, „_ Fünfer“. Schülerlösung: Anzahl der geworfenen Würfel ist eingetragen.
Abbildung 6

Zusätzlich können die verschiedenen Dokumentationsmöglichkeiten miteinander kombiniert werden.


Vertiefung

Sortieren und Zuordnen verschiedener Darstellungen

Material: Sortiertafel / Karten mit verschiedenen Darstellungen

Die Kinder erhalten Karten mit verschiedenen Darstellungen, die multiplikativ gedeutet werden können (z. B. Würfelbilder, Multiplikationsaufgaben, …) und ordnen auf einer Sortiertafel passende Darstellungen einander zu. 
Der Fokus liegt hier auf der Verknüpfung bzw. Zuordnung von Darstellungen einer Darstellungsform bzw. zwischen verschiedenen Darstellungsformen.

7 Karten mit jeweils verschiedenen Darstellungen: „3 Würfelbilder mit Augenzahl 5“, „3 mal 5“, „3 Fünfer“, „5 + 5 + 5“, „Ich habe 3 mal eine 5 gewürfelt“, „Ich habe 3 mal eine (Würfelbild einer 5) gewürfelt“, „Ich habe 3 Fünfer gewürfelt“.
Abbildung 7

Variiert werden können hier - je nach Zielsetzungen und Lernvoraussetzungen der Kinder - die Komplexität und die Anzahl der Darstellungen, die den Kindern zur Verfügung gestellt werden.

Gleichzeitig können die Zuordnungen sprachlich begleitet und begründet werden, z.B.: 

„Die Karten passen zueinander. Auf der einen Karte sind 3 Würfel mit 5 Punkten. Auf der anderen Karte steht 3 mal 5“.

Alternativ kann mit den verschiedenen Zerlegungsdarstellungen wie mit Spielkarten in einem Quartettspiel gespielt werden.

Sortiertafel. Überschrift: „Was passt zusammen?“ Darunter 4 Spalten. Erste Spalte: Karte mit 5 Würfelbildern der Zahl 2. Zweite Spalte: Karte mit Aufschrift „2 + 2 + 2 + 2 + 2“. Dritte Spalte: Karte mit Aufschrift „5 Zweier“. Vierte Spalte: Karte mit Aufschrift: „Ich habe 5 mal eine 2 gewürfelt.“ Neben der Sortiertafel liegen weitere Karten (z.B. „1 + 1“, „2 Würfelbilder einer 1 nebeneinander“, „3 Zweier“).
Abbildung 8

Vertiefung

Übersetzen von Darstellungsformen der Multiplikation

Material: AB

Die Kinder erhalten z.B. eine „Malgeschichte“ oder eine bildliche Darstellung zum Würfeln und „übersetzen“ diese in eine andere Darstellung.

Beispiele:

Arbeitsblatt. Überschrift: „Würfelgeschichten“. Aufgabe: „Male, was die Kinder würfeln!“ Darunter zwei Rechtecke. Links: „Marie würfelt 3 mal eine 6.“ Rechts: „Jonas würfelt 3 mal eine 5 und dann 2 mal eine 5.“
Abbildung 9
Arbeitsblatt. Überschrift: „Würfelgeschichten“. Aufgabe: „Schreibe eine Rechengeschichte zu dem Bild!“ Darunter Rechteck mit gelbem Feld, in dem drei 2er-Würfel liegen. Darunter ein Becher und zwei weitere Würfelbilder (2 und 6).
Abbildung 10

Reduktion

Einsetzen von Sonderwürfeln

Material: Spielplan / 5 Sonderwürfel pro Spielgruppe

Sonderwürfel: Jeweils zwei Flächen mit einem Punkt, zwei Punkten drei Punkten. Links: Würfel, rechts: Würfelnetz.
Abbildung 11

Die Kinder spielen nicht mit den üblichen Würfeln, sondern erhalten Sonder- bzw. Spezialwürfel (z. B. zwei Flächen mit jeweils einem Punkt, zwei Flächen mit jeweils zwei Punkten und zwei Flächen mit jeweils drei Punkten).

Durch den Einsatz der Sonder- bzw. Spezialwürfel wird der Zahlenraum, in dem sich die Kinder bewegen, eingegrenzt. So können auch Kinder, die sich noch im Zahlenraum bis 20 bewegen, die Anzahl der jeweils gewürfelten Punkte überblicken und ermitteln.

Anpassen des Spielplanes: Für die Dokumentation des Spielverlaufes muss der Spielplan entsprechend angepasst werden (vgl. hierzu auch die Praxisbeispiele Vertiefung: Dokumentation der Würfe).

Angepasste Dokumentation des Spielverlaufs. Tabelle mit 3 Spalten und 6 Zeilen. Erste Spalte: Jeweils 7 gleiche Würfelbilder nebeneinander (Zeile 1: Würfelbild der 1, Zeile 2: Würfelbild der 2, Zeile 3: Würfelbild der 3, Zeile 4: Würfelbild der 4, Zeile 5: Würfelbild der 5, Zeile 6: Würfelbild der 6).  Zweite Spalte: Platz zum Eintragen der Anzahl der Würfelaugen. Dritte Spalte: Vorgegebene Sätze zum
Abbildung 12
 

Änderung der Spielregeln: Da mit dem Einsatz der Sonderwürfel die Wahrscheinlichkeit steigt, mit jeweils 3 Würfen pro Runde einen hohen Pasch zu erzielen, kann es sinnvoll sein, die Anzahl möglicher Würfe zu reduzieren und die Kinder beispielsweise nur jeweils zweimal (statt dreimal) würfeln zu lassen.

Reduktion

Vereinfachen der Spielregeln

Material: Spielplan / Würfel

Eine Vereinfachung der Spielregel und eine Verringerung der Komplexität der Aufgabenstellung wird beispielsweise erreicht, wenn jeweils nur einmal mit allen Würfeln gewürfelt wird und das Ergebnis dann direkt eingetragen werden muss:

Um zugleich die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass ein Pasch geworfen wird, kann die Anzahl der Würfel, mit denen gespielt wird, auf 7 (8, 9, …) erhöht werden.

Vereinfachte Spielregel:

Überschrift: „Vereinfachte Spielregel“, darunter 3 Karten. Linke Karte: „Gewürfelt wird mit allen 5 Würfeln.“ Darunter Bild eines Bechers und 7 Würfeln. Mittige Karte: „Dann wird sortiert. Die Würfel, die du behalten möchtest, legst auf einem Feld ab.“ Darunter gelbes Feld, auf dem 3 3er-Würfel abgelegt werden. Links unten die restlichen Würfel. Rechts: „Zum Schluss trägst du deinen Pasch ein.“ Darunter die Tabelle zum Ausfüllen.
Abbildung 13

Wird die Anzahl der Spielwürfel erhöht, muss der Spielplan angepasst werden.

Angepasste Dokumentation des Spielverlaufs. Tabelle mit 3 Spalten und 6 Zeilen. Erste Spalte: Jeweils 7 gleiche Würfelbilder nebeneinander (Zeile 1: Würfelbild der 1, Zeile 2: Würfelbild der 2, Zeile 3: Würfelbild der 3, Zeile 4: Würfelbild der 4, Zeile 5: Würfelbild der 5, Zeile 6: Würfelbild der 6).  Zweite Spalte: Platz zum Eintragen der Anzahl der Würfelaugen. Dritte Spalte: Vorgegebene Sätze zum Ausfüllen, z.B. „Ich habe __ mal eine (jeweiliges Würfelbild) gewürfelt“.
Abbildung 14

 


Reduktion

Sortieren und Nachlegen von Würfen

Material: Spielplan / Würfel

Eine weitere Möglichkeit der Reduktion besteht darin, den Fokus auf das Sortieren und/oder Nachlegen von Würfen zu legen. Hierbei geht es in erster Linie um das (Wieder-)erkennen von Würfelbildern, das Erfassen der Anzahl der Punkte und das Ordnen nach der Anzahl der Punkte.

Sortieren von Würfen:
Nachdem das Kind gewürfelt hat, sortiert es die Würfel auf einer Sortiertafel ein:

Links: Rechteck mit Bild eines Bechers und 7 Würfeln. Rechts: Sortiertafel mit 6 Spalten und zwei Zeilen. Zeile 1: Würfelbilder von 1 bis 6. Zeile 2: Würfelbilder aus Wurf vom Bild sind passend einsortiert.
Abbildung 15

Abhängig von den individuellen Förderzielen kann auch eine Sortiertafel mit symbolischen Zahldarstellungen eingesetzt werden.

Hier steht die Bestimmung der Anzahl der Punkte auf einer Würfelfläche im Vordergrund.

Sortiertafel mit 6 Spalten und zwei Zeilen. Zeile 1: Zahlenkarten von 1 bis 6. Zeile 2: Würfelbilder sind in die Sortiertafel passend einsortiert.
Abbildung 16

Reduktion

Zuordnen ausgewählter Darstellungen

Material: Sortiertafel / Karten mit verschiedenen Darstellungen

Im Vergleich zur vertiefenden Aufgabenstellung "Sortieren und Zuordnen verschiedener Darstellungen" wird den Kindern eine reduzierte Anzahl an Darstellungen angeboten, die einander zugeordnet werden sollen.

Hierbei kann der Fokus - je nach Lernvoraussetzungen der Kinder und mit Blick auf die individuellen Kompetenzerwartungen – auf die Übersetzung bestimmter Darstellungen gelegt werden.

Beispiel:

Sortiertafel. Überschrift: „Was passt zusammen?“ Darunter zwei Spalten. Linke Spalte: Karte mit fünf 2er-Würfeln. Rechte Spalte: Karte mit der Aufschrift „5 Zweier“. Unter der Sortiertafel liegen 2 Stapel mit weiteren Karten. Linker Stapel: Würfelbilder, rechter Stapel: Beschreibung.
Abbildung 17

Erweiterung

Einsetzen von Sonderwürfeln

Material: Spielplan / 5 Sonderwürfel pro Spielgruppe

Darstellung der Sonderwürfel mit 8 und 12 Seiten. Die Zahlen sind symbolisch dargestellt.
Abbildung 18

Analog zum Einsatz von Sonderwürfeln als „Reduktion“ (vgl. die Praxisbeispiele Reduktion) ist es auch möglich, Würfel einzusetzen, die z.B. 8, 10 oder 12 Flächen haben.

Gespielt wird nach den Regeln der Basisaufgabe.  Anpassungen müssen – je nachdem, welcher Sonderwürfel konkret eingesetzt wird – in Bezug auf die Anzahl der zugelassenen Würfe pro Runde oder die Anzahl der eingesetzten Würfel vorgenommen werden.  Der Spielplan muss entsprechend abgeändert werden.

Eine weitere Möglichkeit besteht in der Abänderung / Modifizierung des regulären Würfels mit 6 Flächen. Statt der Würfelbilder bzw. Zahlen von 1 - 6 können hier auch größere Zahlen (z. B. 5, 6, 7, 8, 9, 10) angebracht werden.

Darstellung des modifizierten Würfels: Die Zahlen sind symbolisch dargestellt.
Abbildung 19

Erweiterung

Den Schwerpunkt legen auf symbolische Notationsformen

Material: Spielplan / 5 Würfel pro Spielgruppe

Die Kinder notieren am Ende jeder Runde (d. h. nachdem sie dreimal gewürfelt haben)  passende Additions- und bzw. oder Multiplikationsaufgaben).

Dokumentation der Würfe: Leere Tabelle mit 3 Spalten und 4 Zeilen. Schülerlösung: Erste Spalte: gezeichnete Würfelbilder, zweite Spalte: Anzahl der Würfelaugen, dritte Spalte: passende Multiplikationsaufgabe. Beispiel: erste Spalte: 3 Würfelbilder der Zahl 1, zweite Spalte: Zahl 3, dritte Spalte: „3 mal 1“.
Abbildung 20

Variation (Distributivgesetz): Die Kinder notieren direkt nach jedem Wurf ihr Ergebnis wie z.B.:

1. Wurf: 2•3, 2. Wurf: 1•3, 3. Wurf: 2•3

oder: 2•3 + 1•3 + 2•3

Dokumentation der Würfe (Variation): Leere Tabelle mit 4 Spalten und 4 Zeilen. Schülerlösung: Erste Spalte: Gezeichnete Würfelbilder, zweite Spalte: Anzahl der Würfelaugen, dritte Spalte: distributive Darstellung der Aufgabe, vierte Spalte: Multiplikationsaufgabe. Beispiel: erste Spalte: 3 Würfelbilder der Zahl 1, zweite Spalte: Zahl 3, dritte Spalte: „2 mal 1 + 1 mal 1“, vierte Spalte: „3 mal 1“.
Abbildung 21

Erweiterung

Die Anzahl der Würfe ermitteln

Material: „ausgefüllter Spielplan“ / 5 Würfel pro Spielgruppe

Vorgegeben wird ein bereits ausgefüllter Spielplan mit der für jede Reihe ermittelten Punktezahl – die Kinder ermitteln dann jeweils die Anzahl der Würfe (Umkehrung der Multiplikation – Division).

Überschrift: „Ahmet hat gewürfelt. Male die passende Anzahl an Würfeln an.“ Tabelle mit 2 Spalten und 6 Zeilen. Erste Spalte: in jeder Zeile jeweils 5 Würfelbilder der gleichen Zahl (1, 2, 3, 4, 5 und 6), in der ersten Zeile ist der erste Würfel rot eingefärbt. Zweite Spalte: Gesamtanzahl der Würfelaugen (4, 6, 15, 8, 20, 12).
Abbildung 21

Variation: Im Anschluss können die Kinder noch herausgefordert werden, von der erreichten Gesamtpunktzahl auf mögliche Würfe eines Kindes zu schließen. Sie wählen selber, ob sie bei der Bearbeitung der Aufgabe auf konkrete Würfel zurückgreifen oder die Aufgabe auf einem anderen Weg lösen.

Beispiel:

Hannah hat auf ihrem Zettel bereits die Einer-, Zweier- und Dreierreihe ausgefüllt. Zusammen hat sie 10 Punkte.

Wie hat sie gewürfelt? Finde verschiedene Möglichkeiten.

Wie gehst du vor?


Erweiterung

Zuordnen ausgewählter Darstellungen

Material: Sortiertafel / Karten mit Darstellungen

Im Vergleich zur vertiefenden Aufgabenstellung "Sortieren und Zuordnen verschiedener Darstellungen" werden den Kindern zusätzliche Darstellungen angeboten, die entsprechend zugeordnet werden sollen.

Zusätzlich können die Kinder angeregt werden, ihre Zuordnungen (mündlich oder schriftlich) zu begründen:
„Du hast gesagt, das passt zusammen. Erklär mal!“

Mögliche zusätzliche Darstellungen (Beispiel):

3 Karten mit unterschiedlichen Darstellungen der Aufgabe 3 mal 5. Links: 3 mal 5 Punktefeld. Mitte: „3 mal 5“. Rechts: „1 mal 5 + 2 mal 5“.
Abbildung 23

Möglichkeiten individueller Unterstützung

Beim Würfeln einen Würfelbecher und eine Filzunterlage verwenden

Material: Würfelbecher / Filzunterlage

Haben Kinder motorische Schwierigkeiten, gleichzeitig mit 5 Würfeln zu würfeln, kann ein Würfelbecher eine Unterstützung darstellen. Eine Filzunterlage verhindert zugleich das Wegrollen der Würfel.


Möglichkeiten individueller Unterstützung

Statt Würfel einen Zufallsgenerator (z.B. Computer) einsetzen

Material: Computer

Bei Kindern mit starken motorischen Einschränkungen kann es hilfreich sein, mit Hilfe eines Zufallsgenerators zu „würfeln“. Hier gibt es im Internet verschiedene kostenlose Programme, die eingesetzt werden können.


Möglichkeiten individueller Unterstützung

Zur Dokumentation der Würfe einen vergrößerten Notationszettel und Stempel verwenden

Material: vergrößerter Spielplan / Stempel

Anpassung des Notationszettels: Eine Unterstützung beim Ordnen der Würfel kann durch die Vergrößerung des Notationszettels erreicht werden.

Der Notationszettel kann beispielsweise so vergrößert werden, dass die Würfel direkt aufgelegt und auf dem Notationszettel „gesammelt“ werden können. Zugleich können bei motorischen Schwierigkeiten die Würfelbilder auch gestempelt (statt gezeichnet) werden.


Möglichkeiten individueller Unterstützung

Zur Beschreibung Sprachmuster verwenden und einen Wortspeicher anlegen

Die Notation und Dokumentation kann durch konkrete Vorgaben und Satzbausteine unterstützt werden z. B.:

„Ich habe 3 mal eine 6 gewürfelt“