Erläuterung der Planungsformate

In Modul Unterricht werden grundlegende Aufgabenstellungen und deren mögliche Realisierung im inklusiven Unterricht in einer kompakten Übersicht umfassend dargestellt (Aufgabenstellung kompakt).

Anhand der exemplarischen Darstellung von Unterrichtssequenzen (Unterrichtssequenzen ausführlich) wird zusätzlich aufgezeigt, wie mit einer gemeinsamen Aufgabenstellung verschiedene Lernziele erreicht werden können und wie die unterschiedlichen Phasen des Unterrichts inklusiv gestaltet werden können.

1. Aufgabenstellungen kompakt (Basisaufgabe / Reduktion / Erweiterung)

In einer tabellarischen Übersicht werden exemplarisch mögliche Adaptionen einer grundlegenden Aufgabenstellung (Basisaufgabe), d. h. vertiefende Aufgabenstellungen, mögliche Reduktionen und Erweiterungen der Anforderungen erkundet, so dass jeweils die inhaltliche Bandbreite der Aufgabenstellung deutlich wird.
Zudem sind die vertiefenden Aufgabenstellungen im Allgemeinen so angelegt, dass sie neben der Basisaufgabe auch auf die Aufgabenstellungen der Reduktion und Erweiterung bezogen und angewendet werden können.

Dargestellt werden zudem konkrete Ideen zu den Möglichkeiten individueller Unterstützung (medial und organisatorisch), die über alle Bereiche einer inhaltlichen Differenzierung hinweg eingesetzt werden können.
Diese Maßnahmen sollten ebenso wie die inhaltlichen Differenzierungen in der Praxis immer in Zusammenarbeit mit der sonderpädagogischen Lehrkraft individuell auf das Kind abgestimmt werden.

Abbildung 1

2. Unterrichtssequenzen ausführlich

Vorgestellt wird jeweils zunächst die Aufgabenstellung für alle Kinder. Danach werden mögliche Kompetenzerwartungen aufgefächert und ein möglicher Unterrichtsverlauf beschrieben. Der besondere Fokus liegt dabei auf denkbaren Differenzierungsmöglichkeiten. Diese können selbstverständlich an die jeweilige Situation im Unterrichtsalltag angepasst werden und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Universalität.

Die Aufgabenstellungen sind geprägt durch Merkmale der natürlichen Differenzierung im Mathematikunterricht, die einen gemeinsamen Einstieg und eine (spätere) gemeinsame Reflexion gut ermöglichen können:

  • Niedrige Einstiegsschwelle, so dass alle Schülerinnen und Schüler erreicht und mathematisch aktiv werden können.
  • Gut anzupassen durch Adaption der Aufgabenstellung, um die Lernvoraussetzungen aller Kinder besser berücksichtigen zu können (siehe differenzierte Arbeitsphase).
  • Ganzheitlichkeit der Aufgabenstellung, so dass sich alle Kinder inhaltlich und prozessbezogen beteiligen können.
  • Soziales Lernen aus der Sache heraus, um eine fachlich geprägte Begegnung aller Kinder zu ermöglichen.

Lernziele und Kompetenzerwartungen

Die Lernziele der verschiedenen Aufgabenstellungen werden unterschieden in inhaltsbezogene Lernziele und prozessbezogene Lernziele. Die Aufzählung der verschiedenen Lernziele ist zu verstehen als Auffächerung der Bandbreite möglicher Kompetenzen, die durch die Bearbeitung der Aufgabe entwickelt und gefestigt werden können. Dabei können von den Schülerinnen und Schülern mehrere der genannten Kompetenzen entwickelt werden.