Aufgrund der unterschiedlichen Anforderungen, die mathematische Aufgaben an Schülerinnen und Schüler stellen (vgl. ‚Anforderungsbereiche‘), ist es besonders in inklusiven Lerngruppen wichtig, neben allgemein bekannten Differenzierungsmaßnahmen eines zeitgemäßen Mathematikunterrichts weitere Formen der individuell angepassten Lernunterstützung sowie Erweiterung anzubieten (vgl. ,Planung von Förderung'). Das „Fünf-Stufen-Modell“ (vgl. Wember; s. auch PIKAS: Haus 6: Heterogenität – Fortbildungsmaterial – Zieldifferent lernen im gemeinsamen Unterricht) veranschaulicht hierbei das Spektrum an Erweiterungs- bzw. Unterstützungsstufen in inklusiven Lerngruppen (s. Abb. 2).

Abbildung 2: „Fünf-Stufen-Modell“ nach Wember

Neben der Berücksichtigung der allgemeinen Heterogenitätsspanne innerhalb von Schulklassen, welche als „zentrales Niveau“ deklariert wird, werden weitere Niveaustufen genannt, die über die Grenzen des allgemeinen Curriculums hinausgehen. Um allen Kindern das Lernen am gleichen Lerngegenstand zu ermöglichen, eignen sich Arbeitsaufträge, deren Inhalte an verschiedene Anforderungsniveaus angepasst werden können. Ausgehend vom gleichen inhaltlichen Kontext werden unterschiedliche Differenzierungsangebote bereitgestellt, um leistungsschwächere Kinder in ihrem Lernprozess zu unterstützen (Unterstützungsstufe I / II) sowie die Kompetenzen leistungsstärkerer Kinder zu erweitern (Erweiterungsstufe I / II). Dazu eignen sich beispielsweise Tippkarten (vgl. PIKAS: Haus 6: Heterogenität – Unterricht – Zahlenmauern-Übungsheft, Schüler-Material (Tippkarten)) oder Sternchenaufgaben.